Zum Start in die Radsaison 2020 hat der Landkreis Tübingen seine elfte Themen-Radtour konzipiert und ausgeschildert. Die „Tour des Erinnerns“ macht sich auf die Suche nach Spuren zu NS-Verbrechen im Landkreis Tübingen.

Auf dem Rundweg erzählen 14 Stationen von den Opfern der Nationalsozialisten und schaffen einen niedrigschwelligen Zugang zu Mahnmalen und Gedenkstätten. Der Radweg wurde in Zusammenarbeit mit der KZ Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen und dem Kulturamt der Stadt Rottenburg konzipiert.

Die „Tour des Erinnerns“ beginnt am Bahnhof in Pfäffingen und führt zunächst ins Ammertal: Die erste Station ist der Steinbruch in Reusten, wo NS-Zwangsarbeiter eingesetzt wurden. Danach geht es weiter nach Hailfingen-Tailfingen. Dort ist neben den Stationen am Mahnmal und an der Start- und Landebahn des ehemaligen Militärflugplatzes ein Besuch in der KZ-Gedenkstätte möglich. Mit dem jüdischen Friedhof und der Synagoge in Baisingen werden auch Spuren jüdischer Kultur im Landkreis aufgezeigt. Auf dem Rückweg über Rottenburg wird an den früheren Staatspräsident Eugen Bolz erinnert, der 1944 von den Nationalsozialisten verurteilt wurde.

Im zugehörigen Tourenbuch mit Kartendarstellung und Tourdaten werden die Erinnerungsorte eindrücklich beschrieben und verschiedene Aspekte der NS-Verbrechen vorgestellt. Es enthält außerdem weiterführende Informationen zu Erinnerungsorten in der Nähe der Strecke. Die offizielle Tour-Eröffnung war für Sonntag, 17. Mai geplant. Aufgrund der Corona-Pandemie musste diese jedoch abgesagt werden. Interessierte können – selbstverständlich unter Einhaltung der aktuellen Kontaktbeschränkungen – die bestens ausgeschilderte Tour individuell erkunden. Das Tourenbuch kann über die Website der Tourismusförderung des Landkreises Tübingen heruntergeladen oder zum postalischen Versand bestellt werden.

Kontakt:
www.tuebinger-umwelten.de
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Tel. 07071-207-4410